Oft wird die reine Klangqualität zu sehr in den Vordergrund gerückt—als ob glasklare Töne allein schon etwas Magisches schaffen könnten. Aber das Wesentliche ist oft viel subtiler. In meinen Kursen habe ich erlebt, wie eine kleine, unperfekte Melodie mehr Wirkung entfalten kann als jedes „perfekte“ Sounddesign. Man lernt, Räume wirklich zu spüren. Irgendwann merkt man, dass es gar nicht so sehr um Musik, sondern um Resonanz geht. Plötzlich kann man die Energie im Raum verändern—nicht nur begleiten. Es entsteht Spielraum für echte Verbindung, für Stille mitten im Klang. Das ist schwer zu beschreiben, aber man erfährt, dass Präsenz wichtiger wird als Perfektion (und manchmal irritiert das sogar).
Jede Woche sieht ein bisschen anders aus. Am Anfang geht’s schnell—die Basics wie Atemtechniken, Mudras oder das Einrichten eines kleinen Klangraums werden relativ zügig durchgegangen. Plötzlich stoppt alles, sobald die Gruppe erstmals live mit Klangschalen übt; da bleibt die Zeit stehen, oder fühlt sich zumindest so an. Manchmal gibt’s auch Diskussionen darüber, ob die Musik eher getragen oder treibend wirkt—frank gesagt, manchmal redet man sich dabei fest. In Woche vier wird dann viel wiederholt. Fast wie ein Loop, nur dass die Details sich langsam verschieben—plötzlich taucht ein Begriff wie “Shavasana-Ambiente” auf, und alle wissen ungefähr, was gemeint ist. Hatte mal eine Teilnehmerin, die dann in der Pause ihre eigene Playlist vorstellt. Die Theorie geht dann manchmal unter, wenn alle lieber improvisieren wollen. Und trotzdem, irgendwie bleibt das Wichtige hängen.